„Nach zahlreichen Irrungen, vergänglichen Gewißheiten und enttäuschten Hoffnungen wird die Photographie für mich wieder zu dem, was sie immer hätte sein sollen und was sie im übrigen vielleicht immer war: das Bedauern über die verrinnende Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten. Es geht hierbei nicht um den törichten Wunsch sie anzuhalten, oder um den naiven Glauben, eine Photographie würde zum unvergänglichen Protokoll des Geschehenen; es geht einfach um die Materialisierung bestimmter Gefühle in bestimmten Augenblicken. Es gibt formale Empfindungen, die durch Licht- oder Raumverhältnisse hervorgerufen werden, und rein intellektuelle Emotionen. Die Photographie kann sie alle zusammenfassen und neue daraus schaffen.“

Jeanloup Sieff