Archiv für Oktober, 2011

SLAM 2011 – DAS GROSSE FINALE ?

Samstag, 22. Oktober. 20 Uhr in der O2-World. Nebenan versuchen die Rothosen gegen die Volkswagenstädter grad einem Rückstand hinterherzulaufen und wir starten die Finalserie vor 4000 Zuschauern.

Das Ganze wird ein sehr komplexer Abend, dessen Beschreibung den Rahmen hier sprengen würde und die im persönlichen Gespräch einfach besser aufgehoben ist.

Den Einzeltitel trug Nektarios Vlachopoulos davon – das Teamfinale gewann das Team Totale Zerstörung.

Der HSV spielte 1:1 und auch ich bin noch ziemlich unentschieden mit dem Abend…

SLAM 2011 – SHOWDOWN IN DER FABRIK

Samstag, 22. Oktober. Vor 600 Jahren wird Erasmus Reinhold, deutscher Astronom und Mathematiker geboren und in der Fabrik kommt es zum Showdown der beiden anderen Einzelhalbfinals.

Das Ganze begann mit ein wenig Verspätung, denn der in der Fabrik stattfinde Wochenmarkt schloß erst gegen 14 Uhr (der eigentlichen Einlaßzeit) seine Tore. Aber die Zuschauer waren genauso geduldig wie erwartungsfroh und beide Veran- staltungen hielten, was die Line-Ups erhoffen liessen.

Aber auch hier zeigte sich wieder einmal mehr, wie vorteilhaft eine hohe Startnummer sein kann, denn in beiden Halbfinals fingen die jeweils zuletzt Startenden, die bis dahin Zweitplatzierten jeweils noch ab. Im ersten mußte dies leidlich Bente Varlemann erfahren, die sich Laurin Buser beugen musste und der somit Patrick Salmen in die O2-World folgte.

In der letzten Runde kam zum Startplatz aus meiner Sicht auch noch der “Starbonus” hinzu, anyway…so ist das nun mal beim Slam und Sebastian 23 konnte sich über den glücklichen Finaleinzug freuen. Der eigentliche Star aber war die unglaubliche Theresa Hahl. Ihre Mischung aus scheinbarer Zerbrechlichkeit, wundervoller Poesie und doch so voller Kraft und Stärke: eine glatte 10 und damit gleichsam zur absoluten Geheimfavoritin aufgestiegen.

18 Uhr … auf gehts in die Otto-Welt…

 

SLAM 2011 – FK INTERSLAM VS. VIVA CON AGUA

Freitag, 21. Oktober. Ein paar Stunden vor den Halbfinals gabs dann auch noch ein wenig Sport.

Der seit mittlerweile drei Jahren eingespielte FK Inter Slam 09 forderte den Gastgeber Viva con Agua Slam Stars auf dem satten Kunstrasenplatz des legendären SC Sternschanze  zum Duell. Der SLAM 2011 führte damit die in Düsseldorf 2009 begonnene Tradition des Meisterschafts-Fußballmatches fort.

Nach der Nationalelf Deutscher Autoren 2009 und dem FC Criminale 2010 freuten wir uns diesmal auf Viva con Agua als Gegner. Viva con Agua setzt sich für Wasserprojekte der Welthungerhilfe ein, um Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen zu ermöglichen. Infos unter: www.vivaconagua.org

Die Stimmung war super, der sportliche Unterhaltungswert erstklassig und mit neun Toren (7:2 für die schreibende Zunft) bekam der zahlende Zuschauer jede Menge zu sehen.

SLAM 2011 – DIE ERSTEN BEIDEN HALBFINALS

Freitag, 21. Oktober. Vor 219 Jahren marschieren französische Revolutionstrupen im Ersten Koalitionskrieg in Mainz ein, und wir treffen heute die Wortgladiatoren zu den ersten zwei Halbfinals im Übel & Gefährlich, während zeitgleich im Schauspielhaus der U20-Champion und die Teamfinalisten ermittelt werden.

Trotz wieder toller Stimmung und ausverkauftem Haus hielten die beiden Halbfinals aus meiner Sicht inhaltlich nicht ganz das was die Vorrunden geboten hatten. Es waren schon zwei gute Slams, aber für ein Halbfinale hätte ich mir einfach ein wenig mehr gewünscht. Inhaltlicher und emotionaler  Höhepunkt war der phantastische Auftritt des Arte-Web-Slam Siegers Klaus Urban, wenngleich er es leider nicht bis ins Finale schaffte.

Dort treffen wir morgen erwartungsgemäß auf Till Reiners, Renato Kaiser und Nektarios Vlachopoulos. Komplettiert wird das Quartett durch die erste Lady: Svenja Gräfen.

SLAM 2011 – DIE TEAMS TRETEN ZUSÄTZLICH AUF DEN PLAN

Donnerstag, 20. Oktober. Vor 40 Jahren erhält Willy Brandt den Friedensnobelpreis und wir schauen uns heute im Molotow auf der Reeperbahn und im Übel & Gefährlich im Bunker am Millerntorstadion um.

Grossartig moderiert von Till Reiners und Nico Semsrott brachte Gabriel Vetter (CH) als featured Poet das Molotow von Anfang an auf hohe Betriebstemperatur, die Poeten danach ließen die Stimmung dann bis auf den Siedepunkt steigen. Überragend dabei – wie so oft – der begnadete Frank Klötgen aus Berlin. Leider konnte ich nicht alles bis zum Ende sehen, da der Bunker in der Feldstraße zum zweiten Gefecht rief.

Die U-Bahn kam schneller als gedacht und so bekam ich mit Martin Geier noch den letzten Poeten der ersten Vorrunde im Übel und Gefährlich mit. Was für eine Kulisse ! 700 Zuschauer, die soviel Lärm machen wie eine ausverkaufte Ostseehalle.

Einzel vorbei – alle Mann raus – kurz durchwischen und aufräumen – 20 Minuten später: die nächsten 700 begehren Einlaß zum ersten Auftritt in der Königsdisziplin: Teamwettbewerb. Mit an Bord LMBN, Team Rocket, k.u.k., Le Poonie, Team Total Zerstörung und mit Team und Struppi auch noch die Titelverteidiger. Letzteren war das Losglück wie vielen aus Schleswig-Holstein nicht hold: Startplatz 1 (dies zog sich nach überstandener Vorrunde dann bis ins Finale durch…so kann man den Titel nicht verteidigen) Überragend an diesem Abend: k.u.k (wieder Frank Klötgen diesmal mit seinem kongenialen Partner Wehwald Koslovski) – gefolgt von den Leipzigern Andre Hermann und Julius Fischer (TTZ). Toller Abend wenngleich mit 15 Teams ein eigentlich zu großes Teilnehmerfeld und erste Verwunderung, warum Einzeltexte von einem Team vorgetragen werden können.

 

 

SLAM 2011 – DIE ERSTEN VORRUNDEN

Mitwoch, 19. Oktober. Vor 198 Jahren endet die Völkerschlacht bei Leipzig mit Napoleons entscheidender Niederlage und dem Einmarsch der verbündeten Truppen ebenda und im Molotow, dem Übel und Gefählich sowie dem Kulturhaus III & 70 beginnen heute die ersten Vorrunden im Einzel und den U20ern.

Als einer von zwei offiziellen Slam2011-Photographen hab ich heut den ganzen Tag “Dienst” im III & 70. Jeweils 2 Vorrunden bei den Kleinen und den Großen und ab 0.00 den ersten Lucky Looser Slam. Das Kulturhaus ist den ganzen Abend zum Bersten voll, unten im Club ist das Licht schlimmer als bei Wolf in Berlin, aber ich seh zum Teil gross-ART-ige Vorträge wie z.B. von Dominik Muheim (Basel), Alexander Meyer (wie sich rausstellen sollte, der spätere U20-Champion) und Julia Balzer bei den Kleinen. Aber auch den ersten Dämpfer für die im Vorwege hoch gehandelte Favoritin.

Auch bei den Großen gibts die ersten Favoritenstürze, denn sowohl Tobi Kunze, Christian Ritter oder auch Björn Högsdal kommen in Ihren Gruppen für mich überraschenderweise nicht unter die ersten 5. Den Lucky Looser Slam entscheidet tief in der Nacht dann leider im Endeffekt das Fehlgehör des Slammasters oder der Heimvorteil und nicht das Publikum, ein erster kleiner Wermutstropfen in einen sonst super organisierten Tag mit tollen Veranstal- tungen und vielen netten Leuten.

SLAM 2011 – DIE ERÖFFNUNGSGALA

Dienstag, 18. Oktober. Vor 150 Jahren kürt sich Wilhelm I. in Königsberg selbst zum König von Preußen und wir suchen in den kommenden Tagen die neuen deutschsprachigen Meister im Poetry Slam.

Doch zunächst öffneten sich heute die Türen des Thalia Theaters um Menschen zu empfangen, die keinen bloßen Poetry Slam, bloße Unterhaltung oder einen netten Zeitvertreib suchen. Denn es luden die Titelverteidiger der Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2010 ein, um den SLAM 2011 zu eröffnen!

Laurin Buser (Titelverteidiger U20), Patrick Salmen (Titelverteidiger Einzelwettbewerb) sowie das Team und Struppi (Titelverteidiger Teamwettbewerb) zündeten ein Feuerwerk aus Worten und machten am Ende des Abend Platz für den Mann, ohne den sie gar nicht auf der Bühne stehen würden: Marc Kelly Smith, den Erfinder des Poetry Slams.

Extra eingeflogen aus Chicago performte Marc Kelly Smith zusammen mit seinem legendären Speakeasy Ensemble, um an diesem denkwürdigen Abend nicht nur die Messlatte des Formates Poetry Slam neu zu setzen, sondern auch an dessen Wurzeln zu erinnern und somit einen Kreis zu schließen, der schöner nicht sein konnte.

Mögen die Spiele beginnen…

HOMMAGE AN DAS WORT

Donnerstag, 13. Oktober. Vor 139 Jahren wird in Pori das Finnische Nationaltheater eröffnet und heute nachmittag bringt der UPS-Mann die Pakete mit meinem ersten Kunstdruckplakat.

Vierundvierzig Poetry Slammerinnen und Slammer – allesamt qualifiziert für die kommende Woche stattfindenden deutschsprachigen Meisterschaften – vereint in DIN A2.

Meine “Hommage an das Wort” und nach nun gut einem Jahr Slamily der erste wirkliche Projektabschluß.

Hamburg kann kommen….

POETRY SLAM MEETS JAZZ

Donnerstag, 29. September. Vor einhundert Jahren erklärt Italien dem Osmanischen Reich den Krieg und wir haben phanatstische  Gäste aus Frankreich zu Besuch: Mr. Mouch und Poison D´Avril aus Nantes und Angers. Vizechampions des französischen Team-Poetry Slams. Dazu erstmalig in Kiel Jan Philipp Zymny aus Wuppertal und mit Heimspiel Katharina Brutscher. Dazu als featured Poet: Schriftstehler.

Wie immer brillant begleitet vom StattCafe-Duo hatten wir einen wundervollen Abend und am Ende mit Katharina und unseren Gästen aus Frankreich ein hoch verdientes Sieger-Trio. Die Photos dazu sind hier.

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