Archiv für Juli, 2011

NORDART 2011

Mittwoch, 20. Juli. Vor 60 Jahren wird König Abdallah I. von Jordanien auf dem Tempelberg in Jerusalem ermordet und wir besuchen Nord-Europas größte jährliche Kunstausstellung, die seit 1999 stattfindet. Die NordArt ist eine jurierte Ausstellung, die als Gesamtkunstwerk jährlich neu konzipiert wird. Sie bietet ein umfassendes Panorama zeitgenössischer Kunst in einem ungewöhnlichen Ambiente. Mehr als 200 ausgewählte Künstler aus aller Welt zeigen ihre Werke, die nicht nur für sich sprechen, sondern im Zusammenspiel und vor der einzigartigen Kulisse der Carlshütte und im historischen Skulpturenpark mit- und gegeneinander neue Perspektiven entwickeln.

Die Ausstellung ist einfach grandios – die Location ohnehin, das konnten wir ja schon beim Iron Slam begutachten. Wer also in der Nähe sein sollte, für den ist die NordArt absolutes Pflichtprogramm. Wer nicht aus Schleswig-Holstein ist, sollte zumindest einen Gedanken daran verschwenden, die Kunstschau zu besuchen. Es lohnt sich auf jeden Fall ! Da die Photos nicht so richtig hierher passen, könnt ihr sie aber ebenda sehen.

SPREE VOM WEIZEN

Montag, 18. Juli. Vor 62 Jahren erhält die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) den ersten Film zur Begutachtung unter Jugendschutzaspekten vorgelegt und wir gehen in die Jägerklause und schauen mal, wie die Jugend der Welt heutzutage so bespaßt wird. Die Musikbar in Friedrichshain bietet Livebands, Parties, Billard, Steeldart, den besten Kicker und im Sommer einen Biergarten mit dem besten Burger der Stadt, hört man so. Und mit “Spree vom Weizen” eine Lesebühne vom allerfeinsten mit der Stammbesetzung Ken Yamamoto, Mischa Sarim Verollet, Julian Heun, Frank Klötgen und Wolf Hogekamp.

Als Gäste durften wir darüber hinaus das Team Allen Earnstyzz und Nils Straatmann aka Bleu Brode erleben. Was für ein Abend – welch grandiose Texte und vor allem qualitativ am allerobersten Limit – In der gaballten Ladung, die beste Lesebühne, die wir dies Jahr gesehen haben. Ob Franks Hummelflugtext oder Michas Hommage an die gestalkte Meike, Temye Tesfus Kampf mit seiner bayrischen Vergangenheit oder Julians verzweifelte Suche nach einer Autorin im Gästebuch. Das war Gross-ART-ig ! In tiefem Respekt verneigt sich der Norden ! Aber: ISO 6400 sind echt grenzwertig meine Herren, und wenn ihr den Photographen nicht verärgern wollt, dann macht das nächste Mal bitte ein bischen mehr Licht.

Aber für ein paar Photos gings dann doch….

 

 

 

DICHT.IT – SLAM IM LAIKA

Freitag, 15. Juli. Vor 912 Jahren erobert das Kreuzfahrerheer während des Ersten Kreuzzugs nach einmonatiger Belagerung Jerusalem und tötet beinahe die gesamte Bevölkerung der Stadt. Und wir machen uns einen vergnüglichen Abend in Neukölln, besser gesagt im LAIKA.

Eine kleine coole Kneipe im Körnerkiez, umgeben vom imposanten Gebäude der Berufsfeuerwache Neukölln, die im Durchschnitt 1250 Einsätze im Monat bestreitet und einem grummeligen Nachbarn über der Location, der wenig Lärm verträgt, an diesen Abend aber sehr viel Applaus von rund 50 Gästen zu erdulden hatte. Moderiert von der ausgesprochen charmanten Sarah Brockhausen und Wolf Hogekamp als featured Poet sowie Daniel Hoth, Julian Robin Isenberg, Curtis Grassert, Sascha Delitzscher, Paul Salamone und Sarah Bosetti. Das Licht war nicht wirklich toll, die Photos sind somit auch nicht so geworden, wie ihr das gewohnt seid und deshalb bleiben Sie erst mal bei mir auf der Festplatte. Aber der Abend an sich war wirklich schön. Letztendlich hat sich Daniel gegen Paul knapp durchgesetzt und als Trophäe den Whisky dem Buch vorgezogen…

 

IRON SLAM IM KUNSTWERK CARLSHÜTTE

Freitag, 8. Juli. Vor 59 Jahren werden in München die ersten Zebrastreifen in Deutschland angelegt und heute treffen vier der besten Poetry Slam Teams der Republik in den grandiosen Räumlichkeiten des Kunstwerk Carlshütte in Büdelsdorf zum Wortgefecht aufeinander .

Denn einmal im Jahr wird ebenda auf höchstem Niveau geslammt. Die Nord Art, die größte Kunstausstellung im nördlichen Europa (www.kic-nordart.de), präsentiert in Zusammenarbeit mit assemble ART und dem Nordkolleg Rendsburg (www.nordkolleg.de) den Iron Slam. Einen Poetry Slam auf diesem Niveau erlebt man in Norddeutschland selten. Das Event muss den Vergleich mit einem Team-Finale der deutschsprachigen Slam- Meisterschaften ebenso wenig scheuen, wie mit den Slamformaten im WDR.

Die Protagonisten: Das amtierende Deutsche Poetry-Slam-Meisterteam Team & Struppi – Le Poonie, Finalisten der letzten deutschsprachigen Meisterschaften aus Hamburg und München – Agrar Berlin, Berliner Slamteam mit den Altmeistern Klötgen, Gauner und Hogekamp und Gegenwort Berlin – mit das erfolgreichste Jungpoeten -Team der Republik und dazu als featured Poetress Paula Varjack ebenfalls aus Berlin, aber auch aus London und New York.

Zweineinhalb Stunden Performancefeuerwerk und Street Poetry at its best – Leidenschaft und Lebenslust – mal provokant und bitterbös mal politsch hart und schreiend laut.  Die vier Teams begeisterten alle der etwa 400 Anwesenden und die Schraubenabstimmung führte die amtierenden deutschen Meister ins Finale gegen den Geheimtip des diesjährigen National im Oktober in Hamburg: Le Poonie !  … Und die Mädels gewannen dann doch recht eindeutig und souverän…ein Fingerzeig für den Herbst ? Jungs das wird hart, den Titel zu verteidigen…

Zu den Photos gehts hier.

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